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04.12.2014

Interview mit einer Auszubildenden zur Bauzeichnerin

„Man merkt, was geht und was nicht“

Tamara Fischer, 21 Jahre, ist Auszubildende zur Bauzeichnerin bei der SchwörerHaus KG in Hohenstein. Wirtschaft macht Schule sprach mit ihr über ihre Ausbildung, ihre eigenen Erfahrungen bei der Berufswahl und darüber, was sie noch vor hat.

WmS: Was mögen Sie besonders an Ihrem Beruf?

Fischer: Mein Beruf ist sehr vielseitig. Bei Schwörer wird man in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Gerade bin ich bei der Haustechnik und zeichne Abwasserrohre in Decken und Wänden. Die Wände werden nach meinen Plänen bestellt und auf Montage verbaut. Aber es gibt auch noch andere Bereiche, wie Grundriss und Dachausbau.

WmS: Warum haben Sie sich für die Ausbildung als Bauzeichnerin entschieden und beispielsweise nicht für ein Studium?

Fischer: Ich habe nach meinem Realschulabschluss noch das kaufmännische Berufskolleg angefangen. Aber das Kaufmännische war nichts für mich. Ich hatte großes Interesse an Architektur, habe gerne gezeichnet. Also habe ich Bewerbungen geschrieben, ein Praktikum gemacht, bin zum Bewerbungsgespräch gegangen und habe den Ausbildungsplatz bekommen. Jetzt bin ich im zweiten Lehrjahr und es macht immer noch Spaß. Über ein Studium habe ich mir wenig Gedanken gemacht, vor allem auch, weil man da kein Geld verdient.

WmS: Was sind Ihre Ziele für die Zukunft?

Fischer: Nach meiner Ausbildung möchte ich eventuell doch noch die Fachhochschulreife nachmachen, dann aber in einem Bereich, der mir liegt. Und vielleicht studiere ich doch noch irgendwann, vielleicht auch Architektur, oder ich mache den Techniker, wer weiß?

WmS: Welchen Tipp geben Sie Schülerinnen und Schülern, die nach dem passenden Beruf suchen?

Fischer: Sie sollen viele Praktika machen, das hat mir selber geholfen. Ich habe ein Praktikumsjahr über die Agentur für Arbeit gemacht, war acht Wochen im kaufmännischen Bereich und habe dann noch im Metallgewerbe und im Einzelhandel ein Praktikum gemacht. Man erkennt, was einem Spaß macht, was einem liegt, was gar nicht geht. Vor dem Berufskolleg wollte ich eigentlich immer Industriekauffrau werden. Aber wenn einem das nicht liegt, dann kann man das noch so sehr wollen.

WmS: Der erste Tag im Betrieb - Was ist besonders wichtig beim Berufsstart?

Fischer: Man sollte offen sein für Neues. Man fängt ja einen neuen Lebensabschnitt an. Man sollte sich freuen, dass man etwas Neues anfangen kann und darf. Und wissbegierig sollte man auch sein.